Familien Elsoffer & Aronstein

Die Familien Elsoffer und Aronstein lebten in unmittelbarer Nähe zueinander an der Cappenberger Straße. Die beiden Familienväter Hermann Aronstein und Waldemar Elsoffer waren kaufmännisch tätig.

Während der Pogromnacht wurden beide gemeinsam mit den anderen jüdischen Männern zum Alten Markt gezwungen. Gegen drei Uhr nachts erschienen die beiden Parteifunktionäre Ernst Meckler und Heinrich Schmidt und trieben Aronstein und Elsoffer zur Lippe. Dort zwangen sie sie, in den eiskalten Fluss zu springen. Waldemar Elsoffer konnte sich nicht über Wasser halten und ertrank. Hermann Aronstein hingegen schwamm mehrfach hin und her, bis es ihm endlich gelang, ans Ufer zu klettern.

Nach diesen furchtbaren Ereignissen verließ Elsoffers Sohn Werner Deutschland. Er emigrierte nach Großbritannien und von dort aus weiter nach Australien. Familie Aronstein wurde 1943 deportiert. Die Eltern starben in Auschwitz, zwei der drei Töchter wurden ebenfalls ermordet. Nur Tochter Inge überlebte.

Elga Aronstein vermutlich mit ihrer Schwester Ursel.

Brief von Else Aronstein an Grete Marchand.

Der Schützenhof – Ausgangspunkt der Pogromnacht in Lünen

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Bildquellen

Stadtarchiv Lünen